Themenspezifische WAF-Foren in verschiedenen steirischen Regionen im Herbst/Winter 2021 und Februar 2022

2.11.2021: In Leibnitz wurde gemeinsam mit der Frauenberatung Freiraum zum Film „die Dohnal“ mit anschließender Diskussion geladen. Im Anschluss wurde über Frauenpolitik und die Rolle von Frauenbewegungen sowie die Veränderungen im Laufe der Zeit diskutiert. Anwesend waren unterschiedliche Frauen, vor allem Frauen unterschiedlicher Generationen und Herkunft, was die Diskussion besonders interessant machte.

17.11.2021: „Altersarmut“: In unserem Fall haben wir in Kapfenberg mit dem Thema „Prävention von weiblicher Altersarmut“ durch die Partnerschaft mit dem FAB (Zentrum für Arbeit und Beschäftigung im BBRZ) neben anderen den ÖIF, Betriebsrätinnen der VOEST-Alpine, das AMS bis hin zum steirischen Armutsnetzwerk, über lokale Bildungs- und Beratungsinitiativen hin zu lokalen Politiker*innen und Frauenreferentinnen ein überwiegend fachliches Publikum erreicht, das froh über die Gelegenheit zur Vernetzung entlang des Themas war. Einige Folgeaktivitäten können verzeichnet werden, die Initiative zum Thema Vermeidung von weiblicher Altersarmut wird vernetzt fortgesetzt. Durch die Einbindung des Vereines „Inspire Graz“ wurde auch ein Augenmerk auf die Situation von migrantischen Kleinunternehmerinnen gerichtet.

12.1. 2022: Ulli Gollesch von der Nachbarschaftsrunde Frohnleiten wollte mit dem gemeinsaemn WAF-Forum (ursprünglich im Rathaus geplant) die Vernetzung rund um die Themen Pflege und Solidarität stärken. Aus diesem Grund wurden in dieses Forum die Care-Expertinnen Barbara Kasper von „Mehr für Care“ und Karin Schuster vom „Pflegestützpunkt“ eingeladen. Teilgenommen haben pflegende Angehörige, Pflegekräfte aus dem stationären und mobilen Bereich, Elementarpädagoginnen, eine Verantwortliche der Stadt für Soziales und Pflege und andere am Thema Interessierte, wobei sich zeigte, dass alle Teilnehmerinnen von CARE und den damit verbundenen Aufgaben – bezahlt und unbezahlt – betroffen sind. Erfahrungen und Strategien wurden miteinander erörtert. Auch hier konnten Verknüpfungen hergestellt werden, die es bisher noch so noch nicht gegeben hat.

Teilweise ging die Teilnahme über die jeweilige Region hinaus, was sich insbesondere am 10.2.2022 in Murau gezeigt hat: „Gekommen, um zu bleiben“ hatte die Lebenssituation von Frauen am Land im Fokus. Hier gab es eine starke Achse in das benachbarte Bundesland (v.a. Lungau) aber auch Teilnehmer*innen aus Oberösterreich und Niederösterreich oder Wien konnten verzeichnet werden. Es wurden Analysen und Strategien zu den Potentialen für Frauen am Land miteinander erörtert. Das Netzwerk der MurauerInnen erwies sich bei diesem Thema als sehr breit aufgestellt und verschiedene-Welten-verbindend. Weiters wurden noch kurze Inputs zu Strategien gegen Diffamierung und Untergriffen wie zur Rolle des Ehrenamtes in lokalen Strukturen gegeben. 

Auch wenn ursprünglich tw. ein Präsenzformat geplant war, wird laut der Rückmeldungen gerade die Online-Form in den Regionen geschätzt, weil der Wegfall von Wegzeiten und Fahrten Frauen die Teilnahme wesentlich erleichtert. Damit wurde auch eine unserer zentralen Thesen aus der Covid-befragung im Juni 2020 bestätigt.

Am 26.2. 2022 wurde in Hartberg eine besonders kreative Kooperation möglich. Unter dem Titel Super?Woman! wurde gemeinsam mit dem Verein Styrian Summer Art und dem Kurzfilmfestival „Tricky Women“, unterstützt durch die lokalen Grünen (Übernahme eines Teils der Kosten) ein Filmnachmittag kombiniert mit einem Workshop angeboten. Das Ziel war die Auseinandersetzung mit den widersprüchlichen Rollenerwartungen, die an Frauen im Alltag herangetragen werden. Die Diskussion zum Thema wurde genauso wie die Einladung, sich kreativ mit Rollenmustern auseinanderzusetzen, gerne und von fast allen angenommen. Darüber hinaus hat sich die neue Leiterin der Frauen- und Mädchenberatung vorgestellt und auf die Angebote der Beratungsstelle hingewiesen.

Die Kooperation mit dem Freien Radio Freequenns in Liezen eröffnete eine weitere Möglichkeit, Frauen regional zu erreichen und zur Partizipation. Es kamen zwei Sendungen im Jänner 2022 zustande, in denen einerseits WAFmeetsSTYRIA (Lisa Rücker) und die Aktivitäten rund um den Frauen*März präsentiert wurden und andererseits über Möglichkeiten von Empowerment (Edith Zitz) berichtet wurde. Eine Folge ist ein Radioworkshop für Mädchen, das im Rahmen des Frauen*März 2022 umgesetzt wird. Die Sendungsmacherinnen sind weiterhin interessiert an Beiträgen einzelner Frauen bzw. von Institutionen aus dem Umfeld des WAF.