Zehn Jahre Women*s Action Forum
2026 feiern wir das 10-jährige Jubiläum des Women*s Action Forums.
Was vor zehn Jahren gegründet wurde, ist heute ein starkes feministisches Netzwerk, das lauter und entschlossener ist denn je.
Unser Manifest: Wo alles begann
Im Zentrum unserer Geschichte steht unser Manifest, das 2016 verfasst wurde. Es bildet die Grundlage unserer Arbeit und Aktionen und spiegelt die feministischen Forderungen und Visionen jener Zeit wider.
Wir danken den Frauen*, die diese Basis geschaffen haben:
Nayari Castillo • Christine Hirtl • Gabi Krautgartner • Margarethe Makovec • Maryam Mohammadi • Ulla Sladek • Veronika Spannring • Eva Eli Taxacher • Edith Zitz
Warum wir 2026 lauter denn je sind
Weil Gleichstellung kein Selbstläufer ist.
Weil Frauenrechte weltweit unter Druck stehen.
Zehn Jahre später blicken wir auf eine Welt mit Fortschritten – und zugleich mit spürbaren Rückschritten. Wir erleben einen globalen Backlash. Von finanzieller Ungleichheit und Frauen*armut über geschlechtsspezifische Gewalt bis hin zum Entzug reproduktiver Rechte.
Gerade jetzt braucht es Solidarität.
Gerade jetzt braucht es laute Stimmen.
Gerade jetzt braucht es uns.
Unser Manifest im Jetzt
Wir lesen unser Manifest mit den Augen von 2026: Welche Forderungen sind aktueller denn je? Wo haben sich Veränderungen gezeigt, und wo müssen wir weiterhin kämpfen?
Was uns damals wie heute stärkt, ist unsere Solidarität. Unsere starken Netzwerke zeigen jeden Tag: Gemeinsam sind wir lauter und stärker als jeder Rückschritt.
Unser Jubiläum ist daher kein bloßer Rückblick. Es ist ein Aufruf, unsere Errungenschaften zu feiern, sie kritisch zu reflektieren und die feministische Vision des Manifests mutig in die Gegenwart und Zukunft weiterzutragen.
Bildet Banden!
Das Manifest 2016
„Wir”, das sind viele. Und “Action”, das braucht es jetzt.
Scheinbar gibt es in Österreich einen Konsens darüber, dass die Gleichstellung von Männern und Frauen selbstverständlich ist. Tatsächlich ist dieses Ziel noch nicht erreicht, sondern muss stetig und ständig gefordert, mitgedacht und gelebt werden. Die alltäglichen Erfahrungen, die viele Frauen* – und Personen, die nicht den klassischen Geschlechterbildern entsprechen (Inter- und Trans*Personen, Queers) – machen, verdeutlichen das.
Ein Women*s Action Forum auszurufen, ist „retro”.
Retro, weil es diese Form des Sich-Organisierens seit den 1970er Jahren gibt. Retro, weil sich die Themen seit damals leider nur wenig geändert haben. Und es ist zugleich topaktuell. Weil auch die Formen des Sexismus leider, wieder, in neuer Stärke auftauchen. In Graz und Steiermark gibt es viele aktive, vibrierende, feministisch agierende Personen, Szenen und Kollektive. Im Jahr 2016 möchten wir unsere Energien bündeln, gemeinsam auftreten und einen öffentlichen Diskurs führen. Wir wollen uns stärken und unterstützen – ohne Feminismus lässt sich die Welt nicht retten!
Das Women*s Action Forum
möchte zum gemeinsam kreativen und lustvollen Engagement aufrufen und dabei verbinden:
• feministische Praxis, wissenschaftliche Auseinandersetzung und Kunst und Kultur
• unterschiedliche Erfahrungen zu Alltagssexismus, -rassismus, und -homophobie, die verschiedene Personen machen
• unterschiedliche Formen gesellschaftlichen Engagements.
„We are no longer accepting the things we cannot change –
WE ARE CHANGING THE THINGS WE CAN NOT ACCEPT!“
Was wir wollen
Wir laden Praktiker_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus Grazer und Steirischen Institutionen, Initiativen und Einrichtungen ein, die bei Sexismus, Rassismus und Homophobie nicht wegschauen und die Geschlechterstereotype nicht unhinterfragt hinnehmen wollen.
Wir möchten gemeinsam aufzeigen, diskutieren und uns für ein gelingendes Miteinander einsetzen. Wir möchten Wege finden, Veränderungspotenzial in der Gesellschaft, so wie sie ist, zu erkennen und dieses Potenzial auch aktiv nutzen.
Wer wir sind
Die Initiative ging vom Steirischen Netzwerk gegen sexualisierte Gewalt aus. Im Moment sind wir Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen aus Grazer Institutionen und Fraueneinrichtungen, die auf „Sexismus im Alltag“ aufmerksam machen wollen. Wir sind eine überparteiliche, überkonfessionelle, unabhängige Plattform.
Nayari Castillo | Christine Hirtl | Gabi Krautgartner | Margarethe Makovec | Maryam Mohammadi | Ulla Sladek | Veronika Spannring | Eva Taxacher | Edith Zitz